Aufgaben und Ziele des BDA Hamburg
Der Bund Deutscher Architekten BDA ist der älteste Fachverband ausschließlich freiberuflich tätiger Architekten in Deutschland. Er wurde 1903 gegründet und bekennt sich seitdem zur Notwendigkeit einer verantwortungsbewußten, alle Bereiche umfassenden Planung für eine lebenswerte, gebaute Umwelt. Er unterstützt die berufliche Tätigkeit und das Engagement seiner Mitglieder für die Qualität des Planens und Bauens in Verantwortung vor der Gesell-
schaft und vertritt die Unabhängigkeit der Planung.
Geschichte1
In einer sich schnell verändernden Welt gilt es, die Qualitätsmaßstäbe der Architektur ständig neu zu definieren. Das setzt für das Planen und Bauen die konsequente Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen voraus. Gerade weil Architektur und Städtebau unser Leben tiefgreifend beeinflussen, müssen sich kreative Lösungen besonders im geistigen Wettbewerb messen. Für seine Überzeugungen tritt der BDA aktiv ein. Ohne sich parteipolitisch zu betätigen, nimmt er durch verschiedene Aktivitäten Einfluss auf die Öffentlichkeit und auf die politische Willensbildung.
Dem BDA kann man nicht einfach beitreten. Voraussetzung für eine Berufung zum ordentlichen Mitglied sind die hervorragende berufliche und persönliche Qualifikation und Integrität sowie eine überdurchschnittliche Befähigung, die anhand von ausgeführten Bauten nachgewiesen werden muss.
Gründung und Ziele
Auf der Bildseite einer Ansichtskarte mit einer Innenaufnahme des Treppenhauses des Hotels Frankfurter Hof in Frankfurt am Main steht in Sütterlinschrift zu lesen: "Liebe Dodo, in diesem schönen Hotel habe ich eben den Bund Deutscher Architekten begründet, der hoffentlich für immer bestehen bleiben wird. Sonst aber", so fährt der Schreiber fort, "geht’s mir gut und sehe ich euch morgen wieder. Um ½ 6 Uhr bin ich zu Hause. B."
Diese Zeilen schrieb einer der Mitbegründer des Bundes Deutscher Architekten BDA nach historischer Tat, am 21. Juni 1903, aus Frankfurt am Main, an seine Tochter Doris, genannt Dodo.
Bei seiner Gründung 1903 verstand sich der BDA als "Vereinigung der ihren Beruf als Künstler ausübenden Architekten zum Schutze ihrer Arbeit und zur Hebung ihres Ansehens". Der erstrebte Berufstitelschutz war jedoch von Beginn an stets auch mit der Sorge um die Qualität des Planens und Bauens verbunden. Dadurch konnte sich der BDA schnell zum ersten überregionalen Architektenverband, der als Qualifikationsverband galt, entwickeln. Die Be-
rufsbezeichnung "Architekt BDA" stand über Jahrzehnte allein als "Berufstitelschutz". Eine solche Qualitätsgarantie konnte der BDA, als Bund von freiberuflich tätigen "Privatarchitekten", mit Hilfe einer Selbstverpflichtung einhalten. Die BDA Mitglieder vollzogen die damals unübliche Abgrenzung gegenüber unternehmerischer Tätigkeit im Baubereich und begrenzten ihr Angebot allein und strikt auf den Entwurf oder die Planung und verzichteten auf die übliche Verknüpfung mit Bauleistungen. Für die Auftraggeber und das Bauwerk erwies sich die Unabhängigkeit der Planung, bei der die Architekten als "Bauanwälte" auftraten, als Vorteil. Dieses Handeln der Architekten als "sachkundige Treuhänder" der Bauherrn hat sich bis heute bewährt. Der BDA verpflichtete sich damals wie heute, für die Qualität seiner Mitglieder gegenüber der Öffentlichkeit einzustehen: für deren "künstlerische Tüchtigkeit, Ehrenhaftigkeit und das sachgemäße Wirken" mit dem Ziel einer hohen Qualität der gebauten Umwelt.
Nach innen wurde diese öffentliche Verpflichtung durch Berufsgrundsätze auf die Mitglieder des BDA übertragen. Die letztlich von Baurat Eelbo und dem späteren Oberbaudirektor von Hamburg, Professor Fritz Schumacher, verdichtete "Ehrenordnung" des BDA geht zurück auf bereits Ende des 19. Jahrhunderts aufgestellte Regeln von Architekt Vogel aus Hannover, die er im wesentlichen aus der Übersetzung der "ethics" der Architektenvereinigung von Boston, USA, abgeleitet und an deutsche Verhältnisse angepaßt hat. Berufsgrundsätze übrigens, die heute noch vorbildliche Baukultur garantieren.
Hamburg
Aufgaben
Struktur
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Industriebau und Architekt und ihre gegenseitige Beeinflussung, (mit Illustrationen) von Rudolf Lodders (Heft 1);
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Neue Städte in einem neuen Deutschland, von Curt Christian Stein (Heft 2);
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Neues Bauen mit Aulendorfer Rede und Illustrationen, von Hugo Häring (Heft 3);
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Fundamente des Aufbaus, mit drei Plänen von Dähn/Hillebrecht (Heft 4);
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Von der Persönlichkeit des Architekten, Eine Studie zur Berufsgeschichte, (mit Illustrationen) von Rudolf Lodders (Heft 5);
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Stadtplanung in Hamburg, 10 Vorträge – mit Kartenmaterial (Heft 6).
