Liste der Preisträger/innen seit 1994

Preisträger 2012: Prof. Jörn Walter, Hamburg

Den BDA Hamburg Baukultur Preis 2012 erhält
Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg, für sein außerordentliches Engagement, seinen Mut und seine Entscheidungskraft zur Stadtgestaltung in Hamburg, die Einzelprojekten ebenso gelten wie übergeordneten Stadtentwicklungsfragen. Dabei ist sein Handeln stets dem Ziel verpflichtet, Hamburg zu einer modernen, zukunftsgerichteten Metropole auszubauen, in der Ökonomie, Ökologie, sozialer Ausgleich sowie Funktionalität und Stadt-Schönheit miteinander zu einem großen Ganzen gefügt werden. Projekte wie HafenCity, Internationale Bauausstellung IBA, Internationale Gartenbauausstellung IGS und Innenstadtkonzept sowie „Sprung über die Elbe“ legen schon in einer für städtebauliche Entwicklung relativ kurzen Zeit beredtes Zeugnis davon ab. Die Anwendung modernster Methoden, Rezeptionsbeflissenheit, wie Kommunikationsvermögen mit allen Akteuren und seine Begeisterungsfähigkeit sind überzeugende Werkzeuge dabei. Bedeutend ist, dass die Hamburgische Stadtentwicklung damit auf dem aktuellsten Stand und im nationalen und internationalen Vergleich beispielhaft positioniert ist. Prof. Jörn Walter ist es gelungen, gerade in einer so gewichtigen globalen Umbruchzeit wie der Gegenwart, Hamburg als Gesamtwerk zu entwickeln und durch seinen intensiven Beitrag, Hamburgs Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

Laudatio Prof. Kees Christiaanse


Preisträger 2007: Prof. Dr. Dieter Läpple, Hamburg

Den BDA Hamburg Baukultur Preis 2007 erhält Prof. Dr. Dieter Läpple für sein Engagement, seine wissenschaftlichen Erkenntnisse und Innovationen im Repertoire der hamburgischen Stadtentwicklung zu verankern und damit die Zukunftsfähigkeit Hamburgs in internationaler Perspektive zu stärken. Mit sein Verdienst ist es, dass Hamburgs Planungsansatz in Europa seinesgleichen sucht. Lebendige Quartiere, die Kultur, Wohnen und Arbeiten integrieren, Quartiersökonomie im Verhältnis zur Gesamtstadtökonomie, Reurbanisierung und ein besonderes Verständnis der Bedeutung von Globalisierung sind sein Lebensthema. Seine Beiträge stießen in Hamburg nicht immer auf Verständnis und waren auch eine Herausforderung für die Architektenschaft. Heute sind sie selbstverständliche Grundlagen und Bestandteil stadtökonomischer und gestalterischer Überlegungen und finden sich u.a. in der neuesten Hamburger Stadtentwicklungsplanung wieder.


Preisträger 2005: Senator Jörg Dräger, Ph.D.

Senator Jörg Dräger, Ph.D. erhält den Preis für sein Engagement zur Schaffung einer neuen "Bauhochschule" in Hamburg. Er hat durch die Bündelung der Architektur- und Stadtplanungsausbildung in einer Bauhochschule die Bedeutung dieser Disziplinen für Stadt und Gesellschaft in besonderer Weise hervorgehoben. Durch ihre Exzellenz in definierten Schwerpunkten wird die neue Bauhochschule den Architektur- und Wirtschaftsstandort Hamburg sowie dessen internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken. Zudem wird sie in die Pflicht genommen, Forum lebendiger Diskussion zu Fragen der Architektur und Stadtplanung zu werden und damit die Baukultur Hamburgs weiterzuentwickeln.

Preisträger 2000: Prof. Dr. Hermann Hipp, Hamburg

Mit der Ehrung werden die besonderen Leistungen Prof. Dr. Hipps in der Kommunikation und Differenzierung der Bedeutung der Baukunst für Stadt und Gesellschaft gewürdigt. Sein Ansatz der Betrachtung und Darstellung von Architektur und Städtebau ist umfassend. So untersucht er als Kunsthistoriker nicht nur die Geschichte, sondern stellt diese stets in den Kontext der Gegenwart. Er bedient sich ver- schiedener Kommunikationsmethoden: einerseits publiziert er Bücher, andererseits mischt er sich in das aktuelle Geschehen ein. Seine Inter- ventionen sind pointiert und fordern uns oftmals heraus, zur konkreten Architektur- und Stadtentwicklung Stellung zu beziehen. Seine wissen- schaftliche Kompetenz und sein intensives Bürgerengagement ist dem Fortschritt der Architekturdebatte und der Entwicklung der gebauten Umwelt im besonderen Maße förderlich.


Preisträger 1997: RA Hans-Jochen Waitz, Hamburg

Die Ehrung erhält Herr Dr. Waitz für sein hervorragendes Engagement am Schnittpunkt von Stadtentwicklung und Stadterhaltung. Dabei ist es ihm in besonderer Weise gelungen, stadtkulturelle, stadtökonomische und baukulturelle Anforderungen der Zukunft mit der Gegenwart und der Stadt- und Baugeschichte lebendig zu verbinden. Als Bürger der Stadt hat der Preisträger scheinbar unausweichliche Entwicklungen durch beharrliches Eintreten in Bahnen gelenkt, die zu einer neuen Qualität der gebauten Umwelt führen und auf diese Weise zum Wohle der gesamten städtischen Gesellschaft beigetragen: Der beherzte Kauf der Altbauten auf der Fleetinsel 1989 für die Nutzung verschiedener kultureller Aktivitäten und ebenso 1995 die Vermittlung einer friedlichen Lösung des Problems Hafenstraße durch die Gründung einer Genossenschaft, die die Häuser von der Stadt erwirbt und den Bewohnern zum Wohnen langfristig verpachtet, be- gründen die Entscheidung der Vergabe des Preises.


Preisträger 1994: Dr. Manfred Sack, Hamburg

Dr. Manfred Sack erhält den Baukultur Preis 1994 für seine hervorragenden und kontinuierlichen Leistungen in der Architekturkritik. Dabei ist es ihm in besonderer Weise gelungen, die gebaute Umwelt nicht nur als Ergebnis zu präsentieren, sondern gerade auch im Prozeß ihres gesellschaftlichen Werdens und Gewordenseins zu veranschaulichen. Diese ebenso sensible wie einbeziehende Art der Darstellung ist es, die ein breites Interesse an der gebauten Umwelt über den Kreis der Expertenschaft hinaus begründet und so stets auch auf Neue eine breite Basis für die Baukultur in der Gesellschaft erzeugt.